Bus Jumbo

… wurde 1977 gebaut. Er wurde lange Jahre auf der Strecke Madrid – Hamburg eingesetzt und brachte sog. “Gastarbeiter” nach Westdeutschland.

Er wurde nicht nur als ein Mittel für Mobile Jugendarbeit bzw.  Streetwork genutzt, sondern er hält darüber hinaus vielerlei Möglichkeiten zur Beschäftigung, Betätigung und zur wirkungsvollen Integration bereit. Er sorgt für Gespräche zwischen Passanten und Nutzer*innen.

Jumbo wurde bei der Treberhilfe Dresden e.V. als Mobile Sozialstation für sog. “Straßenkinder” bzw. “junge Menschen in besonderen Lebenslagen”, dann als Mobiler Jugendtreff und von 1997 bis 2017 von der Jugendhilfe der Landeshauptstadt Dresden gefördert. Es wurden immer wieder Instandhaltungen notwendig. Jumbo ist ein Oldtimer und der – auch im Winter – wie seine Adresat*innen – draußen stehen muss. Dies sorgt für Korrosion; “Es nagt der Zahn der Zeit”.

Seit 2016 kamen an unterschiedlichen Standplätzen immer mehr Wohnungslose und (junge) Erwachsene mit unterschiedlichem Bedarf an den Bus. Wir etablierten Angebote für “Bedürftige” und mit einem großen Stamm an Ehrenamtlichen; So gründete sich der SozialBus.

Der Innenraum des Fahrzeugs wurde mit den Nutzer*innen verändert; Denn: Wir wollten mit unserer Arbeit für Identifikation, Regelmäßigkeiten, Sinnstiftung und somit für Integration sorgen und dies gelang in der Mitarbeit und im Zusammenspiel von Ehrenamt und sozialpädagogischer Anleitung, Reflexion und Koordination.

Jumbo war Spielmobil, Sozialstation und Jugentreff. Er wurde bei Kinder- und Stadtteilfesten eingesetzt und warb somit auch für eine Mobile Jugendsozialarbeit. Wir kamen mit Anwohner*innen, Passanten und Interessierten ins Gespräch. Ehrenamtliche oder Studierende wurden auf uns aufmerksam.

Verzweifelte (junge) Menschen in besonderen Not-, Problem- bzw. Lebenslagen erhielten über zwei Jahrzehnte Beratung, Begleitung, Unterstützung und wurden in verschiedenste Maßnahmen vermittelt. Jumbo war zu allen Zeiten, ob Regen oder Schnee und Kälte regelmäßig in benachteiligten Stadtteilen oder an sog. Brennpunkten. “Ich geh dann mal zum Bus, der ist immer da!” Diese Aussagen zeigten uns wie dankbar und wirkungsvoll das Angebot angenommen wurde.

Jumbo wurde auch für Ausfahrten genutzt; Wir nahmen Adressat*innen zu Meetings mit, wie 75 Jahre Auwärter (in Pilsting), Oldtimer-Classics (Stgt.) oder bei verschiedenen Veranstaltungen der Bundeskonferenz der Straßenkinder in Berlin.

Jumbo war mit Arztzimmer, Dusche, Waschmaschine, zwei Klimaanlagen ausgestattet. Diese Einrichtungen haben wir zurück gebaut, um mehr Platz zu haben. Bisherige Sanierungen im Außen und Innen Bereich übernahm Mercedes-Benz (heute Stern-Auto) in Kesselsdorf und der Verein  Jugend – Arbeit – Bildung e.V.  Die das Ziel der “Aufarbeitung Historischer Fahrzeuge und Technik” verfolgen. “Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung zur Schaffung von Maßnahmen nach § 16 Abs. 3 SGB II. Die Maßnahme beinhaltet arbeitsplatzangeleitete Tätigkeiten zur Unterstützung der Traditionspflege und materielle Sicherstellung durch Arbeiten zur Erhaltung von historischer Technik (…). Dies umfasst die Sicherung durch Aufarbeiten von historischen Fahrzeugen und die Unterstützung bei der Erhaltung des Oldtimer-Doppelstockbusses des Vereins Treberhilfe Dresden e.V.”

Mittlerweile ist Jumbo ohne TüV und benötigt eine Generalüberholung. Hierfür benötigen wir viel Geld, Unterstützung und suchen gute Ideen. Denn: Das Fahrzeug ist mit 18 m und als Doppelstock-Gelenkzug einzigartig und erhaltenswert, gerade weil Jumbo eben nur 13 Mal gebaut wurde (s. o. 5 von links).

Bisherige Unterstützer*innen sind: Auwärter Stiftung, Dynamo-Fans.

Helfen Sie uns Jumbo zu erhalten und Spenden sie für …

Jumbo, den größten Bus in Dresden!