Treberhilfe Dresden e.V.
Treberhilfe Dresden e.V.16 hours ago
15.06.2017 - News aus der Jugendarbeit
Streetkids fordern bedingungslose Unterstützung!

Derzeit leben 37.000 Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre in Deutschland ohne festen Wohnsitz.
Logo: Treberhilfe Dresden e.V.

Wir nennen sie „Straßenkinder“. Punks, die an Ecken stehen und schnorren, wohnungslos sind oder bei Freunden schlafen, sind auch in Dresden jedem Neustädter bekannt und gehören auch in der Altstadt zur Straßenszene.

Es gibt gute Gründe warum junge Menschen aus Familien, Wohngruppen und Heimen ausreisen. Meist ist Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch in Deutschland der Grund. Vielen fehlt Liebe und Geborgenheit, Zuspruch und Förderung, ein Wohnzimmer, das bspw. der Kontaktladen für wohnungslose junge Menschen in der Neustadt und der Bus Jumbo bietet.

2008 hat sich in Dresden und im ASP Panama der Verein „Bündnis für Straßenkinder in Deutschland“ und mit dem Engagement und der Unterstützung der Treberhilfe Dresden gegründet. SozialarbeiterInnen wollten auf die Situation von ausgegrenzten jungen Menschen aufmerksam
machen. Seit 2013 treffen sich nun nicht mehr nur die SozialarbeiterInnen sondern das Bündnis für
Straßenkinder initiierte die Bundeskonferenz der Straßenkinder und organisierte das erste Treffen in
Berlin.

Dies bedeutet viel Arbeit, so dass die Federführung für die weiteren Treffen der Verein Karuna e.V.
übernahm. Die Zielsetzung blieb: Die jungen Menschen sollten sich nicht nur in den Workshops
beteiligen, sondern die Bundeskonferenz der Straßenkinder selbst vorbereiten. 2016 wurde somit eine Pause eingelegt. Die dritte Bundeskonferenz sollte nun ohne Presse und in Brandenburg durchgeführt werden. Denn: Sehr wichtig war den Teilnehmenden, dass sie in Ruhe arbeiten konnten.

Viel Enttäuschung ist vorhanden, weil es seit einigen Jahren viele Versprechen von Politikerinnen gab, die Situation von „wohnungslosen jungen Menschen“ zu fördern. Aber auch in Dresden werden wohnungslose junge Menschen nicht eingeplant, denn sie kommen in keinen offiziellen Statistiken vor. Sie wohnen bei Freunden und gehen zum Teil nicht aufs Sozialamt.

Auf der Bundeskonferenz werden Forderungen gestellt, aber vor allen Dingen Visionen und Wünsche formuliert. Sie wünschen sich in jedem Falle mehr Unterstützung von PolitikerInnen, die für die Belange von „Unterpriviligierten“ auch ihrer Meinung nach zuständig sind.

Vorgeschlagen wird z. B. das Modell des "Housing First" aus Dänemark. Es wird geschützter und ausreichender Wohnraum für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben, angeboten. Gerade
junge Menschen, die die Szene und das Straßenleben kennen, wollen Hilfe anbieten und Streetworker unterstützen oder sogar selbst die Möglichkeit zur Ausbildung zum Erzieher und Sozialarbeiter erhalten, weil sie wissen wie es besser gehen könnte. Firmen die Werbung an bieten müssten in Zukunft dazu verpflichtet werden, einen bestimmten Prozentsatz an Sozialunternehmen abzugeben. Denn: Firmen sind Vorbilder in der Gesellschaft und im Gemeinwesen. Kinderrechte müssen durchgesetzt werden. Die Einrichtung von ausreichend Schulsozialarbeit oder Ombudsstellen in der Jugendhilfe sind in Zukunft selbstverständlich. Kinder und Jugendliche können sich somit in beschweren, wenn Hilfeleistungen versagt werden. Die Therapielänge sollten die jungen Menschen bestimmen und nicht die Kassen.

Auch das Kindergeld steht den Kindern und Jugendlichen zu. Viele Straßenjugendliche haben schlechte Erfahrungen mit Jugendhilfe gemacht. Denn: Hilfe Ziele werden von Erwachsenen und so aus Eltern- oder Jugendamtssicht festgelegt. Sozialleistungen sind meist elternabhängig und könne nur dann gewährt werden, wenn die Kinder und Jugendlichen, bei den Eltern wohnen. Kinder und Jugendliche brauchen langfristige Beziehungen und Begleitungen, die sie fördern.

Etwa 80 junge Menschen aus Streetworkprojekten oder Notschlafstellen aus ganz Deutschland kamen am Wochenende (09.-11.06.2017) zur dritten Straßenkinderkonferenz ins brandenburgische Jamlitz.

Geschlafen wurde in Zelten. Das Bündnis für Straßenkinder in Deutschland e.V. motivierte zu den ersten Tagungen. Mittlerweile gibt es Delegierten in Hamburg und Berlin bei Basis und Wooge e.V. und Karuna e.V. Junge Menschen machen einen Bundesfreiwilligen Dienst. Dieser wird vom Senat gefördert. Sie organisieren und bereiten nun federführend die Konferenz vor, sind Workshopleiter und sorgen fürs Aufräumen. Sie nennen sich nun MoMo – The Voice of Disconnected Youth. Sie beziehen sich auf die Geschichte von Michael Ende und die Hauptdarstellerin, die den Erwachsenen die Zeit und so die Freude wieder bringt.

Auch die Treberhilfe Dresden e.V. begleitet sogenannte "entkoppelte Jugendliche" seit Jahren. Der Verein war nun zum dritten Mal mit einer Delegation aus Dresden bei der Konferenz … und mit Begeisterung auch nächstes Jahr wieder. Vielleicht finden auch die DresdnerInnen ihre Begeisterung und werden in Zukunft MoMo.

Damit dies weiterhin möglich ist, unterstützen auch Sie den SozialBus Jumbo und den Kontaktladen für wohnungslose junge Menschen in der Dresdner Neustadt, der nach 20jährigem Engagement, nun nur noch sehr beschränkt gefördert werden soll.

Quelle: Dieter Wolfer, Treberhilfe Dresden e.V.

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Wir waren mit einer Gruppe dabei!
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Jetzt an der Scheune. Street store bis 20 Uhr.
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Street Store (umsonst-Klamottenladen) am Donnerstag, 17-20 Uhr, auf dem Scheunevorplatz.

Komm vorbei und such dir was aus.
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Strassenschule im Plenum.